LoRaWAN: Schlaue Energiezähler schützen das Klima

Seit einigen Monaten funken die Energiezähler im Rathaus der Gemeinde Münster fleißig über die LoRaWAN-Funktechnologie ihre Zählerstände an das Energie Cockpit des Klimaschutzmanagers Eric Maercker. Die Klimaschutzkommune Münster hat ihr kreisweit einzigartiges Pilotprojekt für ein intelligentes, digitales Energiemanagement (wir berichteten bereits im November 2018 über das Vorhaben) gemeinsam mit der ENTEGA AG und der Energiewende GmbH inzwischen erfolgreich umgesetzt.

Was Ende letzten Jahres mit der Installation eines Gateways auf dem Dach des Rathauses und der „Lorafizierung“ der Energiezähler im Rathauskeller durch die ENTEGA begann, mündet nun in optisch ansprechenden und leicht verständlichen Grafiken und Übersichten des LGA Cockpits, einer webbasierten Energiemanagement-Portallösung der LGA Landesgewerbeanstalt in Bayern,  Körperschaft des öffentlichen Rechts, die die Energiewende GmbH gemeinsam mit der LGA für die Gemeinde Münster eingerichtet hat.

„Egal von welchem Endgerät und an welchem Ort hat Herr Maercker nun Zugriff und Transparenz über seine Energiedaten, kann alarmiert werden bei Grenzwertüberschreitungen oder wenn es mal nicht funkt“, erklärt Damaris Schäfer, Prokuristin der Energiewende GmbH. „Mit den Auswertungen und Analysetools können zudem Energiefresser leicht aufgespürt und behoben werden, um die Energieverbräuche und -kosten kontinuierlich senken zu können.“

Die smarte Energiemanagement-Lösung erspart außerdem weitere zeitfressende Arbeiten, wie Zählerstände ablesen, eintragen oder nachtelefonieren sowie manuelle Auswertungen für die Berichterstellung. Die Daten kommen über die Funktechnologie automatisiert und energiesparend ins System und werden von diesem sogleich ausgewertet, aufbereitet und visualisiert.

ENTEGA-Regionalmanagerin Stefanie Horchler (links) und Damaris Schäfer von der Energiewende GmbH ziehen gemeinsam mit Bürgermeister Gerald Frank (links) und Klimaschutzmanager Eric Maercker eine Zwischenbilanz des Pilotprojekts für ein intelligentes, digitales Energiemanagement in der Gemeinde Münster. Foto: GM/Meike Mittmeyer-Riehl

Rollout des Pilotprojekts vorgesehen

„Als Klimaschutzkommune haben wir damit einen wichtigen Schritt in gleich mehreren Bereichen  gemacht: Klimaschutz, Digitalisierung und smart city“, bringt es Bürgermeister Gerald Frank auf den Punkt. „Durch moderne Technologien Ressourcen schonen, Kosten senken und die knappen personellen Ressourcen auf das Wesentliche fokussieren – das  zahlt sich für Umwelt und Steuerzahler aus und bietet ganz neue Möglichkeiten.“

Dabei ist das Pilotprojekt erst der Anfang. „Die Gemeinde Münster beabsichtigt das erfolgreiche Projekt auf die anderen energierelevanten Bereiche der Gemeinde zu übertragen. Dabei steht nicht nur der Energieverbrauch, sondern auch die Energieerzeugung im Fokus, um die Energiewende vor Ort weiter voranzubringen und die verfügbaren Potenziale zu nutzen“, beschreibt Klimaschutzmanager Eric Maercker.

Er hat bereits einen Förderantrag zum Ausrollen des Pilotprojektes eingereicht und plant die Einführung des Energiemanagements mit anderen interessierten Kommunen gemeinsam. Seit 2019 stehen Kommunen attraktive Fördermöglichkeiten für die Einführung von Energiemanagementsystemen zur Verfügung. (MMR)

Hinweis: Dies ist eine gemeinsame Pressemitteilung der Gemeinde Münster, der ENTEGA
und der Energiewende GmbH